Die einen lieben Schuhe, die anderen verlassene Häuser


Ich hab es getan. Schon wieder. Und ich werde es wieder tun.

Wer mich kennt, der weiß wie sehr ich alte, verlassene Gebäude liebe. Staub, Dreck, mindestens 5 Schichten Tapete an der Wand, lose Türen überall, endlos viele Treppen, Überbleibsel aus einer anderen Zeit... Haaaaaach, Wände erzählen so viele Geschichten und sind für mich so faszinierend, wie die Fashion Week für Modejunkies! Mich hat es dieses Mal zum Fotografieren in die Nähe von Berlin gezogen. Um genau zu sein in "die verbotene Stadt" in Wünsdorf. Es war aaaarschkalt und sehr windig, dadurch zeitweise etwas sehr unheimlich, aber ich bin sechs Stunden Treppe hoch, Treppe runter, Treppe hoch, Treppe runter.... Ein Trip ganz nach meinem Geschmack. :-) Ein paar wenige mobile Schnappschüsse vom Tag hab ich euch hier reingepackt (siehe unten) Mehr könnt ihr demächst im Portfolio sehen oder am Pfingstwochenende in der Villa Wahnsinn - live und in Farbe.

Kurz zur Geschichte: Wünsdorf wurde 1945, kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges, ohne Widerstand an die Rote Armee übergeben und zum Sitz des Oberkommandos der "GSSD". Ab 1953 bis 1994 waren dort sowjetische Soldaten stationiert. Auf dem Gelände gab es sowjetische Geschäfte, eine Radio-Station, Konzerthäuser, eine Badeanstalt, Kindergärten und sogar Schulen und und und.... Es lebten zeitweise bis zu 75.000 sowjetische Soldaten mit ihren Familien in der "verbotenen Stadt". Das Gebiet wurde durch Zäune, Mauern und strenger Bewachung abgeschirmt. DDR-Bürgern war der Zutritt untersagt. Wer mehr Info über "die verbotene Stadt" möchte, der kann sich quer durch wikipedia lesen...


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